Mysteriöse Krankheit: Was hat Novak Djokovic?

Ein 0:6 vor eigenem Publikum im letzten Satz: Die Form von Titelverteidiger Novak Djokovic wirft kurz vor den French Open Fragen auf.

Weil er nicht gegen das Coronavirus geimpft ist, konnte der Serbe in diesem Jahr an einigen Turnieren nicht teilnehmen. Vor den Australian Open hatte er einen Gerichtsstreit verloren und Australien vor dem Turnierauftakt verlassen müssen. In Dubai Ende Februar war der 20-malige Grand-Slam-Turniersieger überraschend im Viertelfinale ausgeschieden. In Monte Carlo war für ihn kürzlich nach wochenlanger Zwangspause unerwartet in seinem Auftaktmatch Schluss gewesen.

Video: Was hat Djokovic?

Vier Wochen vor Beginn der French Open in Paris zeigte Djokovic in seiner Heimat aber ansteigende Form. Dass er in all seinen Partien jedoch über drei Sätze gehen musste, rächte sich im Finale gegen Rublew. Zwar erkämpfte sich Djokovic mit seinem siebenten Satzball im Tiebreak des zweiten Durchgangs den Satzausgleich. Danach ließ die Kraft aber nach und Rublew zog unaufhaltsam davon. Dennoch feierten die Zuschauer ihr Idol nach der Partie mit "Nole, Nole"-Sprechchören.

Paris ist das "große Ziel"

Paris sei "das große Ziel", sagte Djokovic noch auf dem Platz, "bis dahin werde ich hoffentlich bereit sein". Im Finale gegen Rublew, immerhin die Nummer acht der Welt, fehlten dann (auch) die Kräfte. Den letzten Satz hätte Djokovic sich dennoch gerne erspart: Erst zum zwölften Mal in seiner langen Karriere kassierte der 34-Jährige ein 0:6. Letztmals war ihm das 2020 im French-Open-Finale gegen Rafael Nadal passiert, davor 2019 in Rom - ebenfalls gegen Nadal, ebenfalls im Endspiel.

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Grund zur Sorge bestand zwar nicht, zur Euphorie aber eben auch nicht. "Es geht langsam bergauf. Das macht mir Mut", sagte der Gewinner von 20 Grand-Slam-Turnieren den 8000 Zuschauern. Die Zuschauer feierten ihr Idol nach der Partie mit "Nole, Nole"-Sprechchören.

Mysteriöse Müdigkeit - liegt es an einer Krankheit?

Djokovic äußerte sich auch in der Pressekonferenz nach dem Spiel zu seiner Situation. „Ich kann mir nur vorstellen, dass es an der Krankheit liegt, die mich vor ein paar Wochen heimgesucht hat", sagte der "Djoker". "Das ist ein individueller Sport, wenn etwas schiefgeht, kann der Motor nicht laufen.“ Dass Djokovic seit seiner Rückkehr auf die Tour mit einer mysteriösen Müdigkeit kämpft, führt er auf eine Krankheit zurück. „Es ist kein Coronavirus und ich möchte keine weiteren Details nennen, aber es ist etwas, das meinen Stoffwechsel beeinträchtigt.“

"Ist mir auch in Monte Carlo passiert"

Es sei beunruhigend, so ein Gefühl auf dem Spielfeld zu haben, meinte Djokovic weiter. Bis zum Ende des zweiten Satzes hätte er sich nicht müde gefühlt. "Das Spiel zum 5:4 war ein langes Spiel, und da fing ich an, mich nicht gut zu fühlen. Das ist mir auch in Monte Carlo passiert.“ Nicht einmal zu Beginn seiner Karriere sei ihm so etwas passiert, doch "jetzt erst in Monte Carlo und dann hier". Djokovic sagte weiter: "Deshalb denke ich, dass es mit der Krankheit zusammenhängt, die ich durchgemacht habe und die sowohl körperlich als auch gesundheitlich ein bisschen hart war.“

(APA/dpa/VOL.AT)

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